Das Neue Jerusalem

Das Neue Jerusalem: Vermutung. Wie, wenn die Quelle der Energie und die Senke der „dunklen Energie“ gleichzeitig entstanden sind, wäre dann nicht auch das Problem der Re-Normierung vom Tisch und die Vorstellung einer Vielwelten-Theorie?
 
Das Neue Jerusalem 

 

Zu Anbeginn der Zeit gab es keine Zeit und es gab keinen Raum. Es gab nur einen Punkt, dem weder Zeit noch Raum zu eigen waren. Am Anfang – und doch über allen Anfang erhaben – standen die Leere (Ajin) und das Unendliche (Ejn Soph) gleichermaßen geschieden und ungeschieden. Es entstand ein von dem     Ejn Soph her entzündeter Funke. Und das Licht strömte aus dem Punkt und mit dem Licht war auch der Raum. Und jede Offenbarung war auch bereits Form.        Und am Anfang war das Licht und es füllte die Leere und schuf den Raum, der sich ausdehnte. Im Licht war alles und alles entstand aus dem Licht. Symmetrien wurden verletzt. Die Besetzung der Ein-Teilchen-Zellen des Phasenraums begann. Das Gefäß widersetzte sich dem Licht. Der Raum faltete sich bis auf vier Dimensionen. Und das Licht der „verlorenen“ Dimensionen zog sich zusammen und hinterließ einen einzigen Punkt der Finsternis: Die Senke der dunklen Energie war geboren. 

Wenn Weisheit wir erlangt, haben den Schöpfungsakt erkannt, 

Wenn wir verstehen nun, was Anfang hat bescheret uns, 

Dann lernten wir mit Kinderaugen sehen 

Und lernen auch versteh’n der Welten Lauf. 

 Das Licht eroberte den verbliebenen Raum. Das Licht schuf Teilchen, die den Phasenraum zusätzlich explosionsartig vergrößerten. Das Universum dehnte sich aus, zunächst beschleunigt. Mehr Teilchen entstanden, vereinigten sich zu Elementen. Die schwache Wechselwirkung setzte ein. Schwärme von Neutrinos entstanden. Die Antiteilchen zu den Teilchen wurden geboren. Materie formte sich, im Gefolge die Gravitation. Die Ausdehnung des Universums verlangsamte sich und wurde gleichförmig. Die Ereignisse wurden kausal. Kondensationskeime entstanden.  

Die Aufzeichnung des Werdens hat begonnen, 

Kausal protokolliert auf Zeitenwellen, 

Fürs Uninstall dann, wenn die Zeit gekommen,  

Bereit fürs Ende aller Zeit.

 Wasserstoff verdichtete sich zu Sternen, Galaxien entstanden. Das Universum kühlte ab. Sonnen wurden geboren. Wasserstoff verbrannte zu Helium. Schwere Elemente entstanden. Sonnen vergingen, explodierten. Trümmer entstanden und bildeten Planeten. Das Universum kühlte sich weiter ab. Eine Erde entstand, eine Erde verging. Erden vergingen, Erden wurden geboren. Eine Sonne, groß genug und nicht zu klein, fing eine Erde ein. Wasserstoff verband sich und Wasserdampf entstand. Des Menschen Zuhause war erzeugt und war bereit, sich zu bevölkern. 

Schon längst bedacht, war alle Schöpfungspracht vollbracht, 

Erschaffen ward, was der Plan hat vorgegeben, 

Wundersam des Schöpfers Macht,

Die sich erfüllt im Schaffen.

 Der erste Mensch betritt die Welt: Adam, die Form, die Bestand haben soll in Gestalt. Sie wurde Matrix für die anderen Formen, zunächst für das Weibliche, und so schieden sich Männliches und Weibliches. Darauf aufbauend, entstehen die Formen all dessen, was auf Erden wächst und lebt. Formen aus Sternenstaub, die auf ihre Seelen warten, und Leben drängt nun zur Inkarnation. Mehr und mehr Seelen erfüllen die Formen, beleben sie zu Geschöpfen. Es bildet sich eine Ereignisvielfalt. Ereignisse wie Kriege, Artensterben, menschliche Tragödien, aber auch Frieden, Liebe, Nächstenliebe, Freude verdichten sich zu Ereignisfeldern, hellen und dunklen, die mit der Kausalitätsgrenze wandern. 

 Informationen in reiner Form füllten nun an der Sphären Raum, 

Zeugten Felder von Äonen, 

Getragen von des Echos Hall, sich in dem Weltenraum verströmen, 

Doch nicht verloren gehen. 

Massen verdichten sich zu Galaxien, spiralen um ein Zentrum, bilden Filamente. Das Universum wird durchzogen von „Nervenbahnen“, als wäre es eine eigene Lebensform. Es dehnt sich weiter aus. Wie wird es enden? Noch ist nicht klar, ob in ihm genügend Masse vorhanden ist, dass am Ende die Gravitation stark genug ist, es wieder zusammenzuziehen. Da kommen die Nachrichten: Messungen haben bestätigt, dass die Expansion des Universums sich beschleunigt; dunkle Materie und dunkle Energie bilden einen großen Teil der Massen und Energien im Universum. 

Wie wir zwar nicht erkannt und doch vermuten können,

Wird Ehrfurcht uns zuteil, die Allmacht zu erkennen,
 
unserem höheren Sinnen
 
Bereits wahrhaftig werden hier beginnen.
 

Die Biosphäre neigt sich dem Ende zu. Viele Male bereits mussten die Menschen eine neue Erde finden und besiedeln, nun scheinen die Lebensbedingungen für ein menschliches Dasein nicht mehr ausreichend. Glücklich jene, deren Seelen bereits im Geistzustand verharren und auf die Wiedererweckung warten. Die restlichen Energien aus Massen werden verbraucht. Sie wandeln sich in dunkle Energien. Der Phasenraum der dunklen Energie explodiert und beschleunigt die Expansionsgeschwindigkeit. Die Ereignisfelder haben Mühe, der Expansion zu folgen.  

Wie die Surfer reiten, was von uns geblieben ist,
 
Ereignisse des Seins auf jener Zeitenwelle,
 
Damit sich Form und Seele wiederfinden,
 
Um zu erfüllen, was anfangs prophezeit.
 

 Nun, da kein Gewinn mehr zu erwarten ist und nur Vorhandenes noch nutzbar ist, entfaltet sich die Einstein-Dimension wieder in einen zehndimensionalen Raum. Die Zeit wird zeitlos. Die Formen nehmen die Ereignisse auf, Seelen werden auferstehen. Weiße, bizarr-schöne Formen bilden auf dem Hintergrund der schwarzen Materie eine strahlende Stadt, die Stadt der Menschheit und des Schöpfers, bei deren Anblick sich die letzten Geheimnisse offenbaren.

Aus Virtuelle Verrückungen (c) ALEPH-Consulting GmbH Verlag