Das eigene Kraftwerk

Die Preise für die Solarzellen sinken, die Technik macht enorme Fortschritte, eine Solaranlage auf dem Dach wird mehr und mehr wirtschaftlich. Dadurch, dass durch das Energieeinspeisungsgesetz kurz EEG (Bundesgesetz) Strom aus reproduzierbaren Energien gefördert wird und in langfristigen Verträgen (20 Jahre Laufzeit) festgeschrieben wird, kann das eigene Kraftwerk auch als eine Art zusätzliche Altersversorgung verstanden werden.

Was sind die Voraussetzungen 

Die Erträge in unseren Breiten sind bereits in wirtschaftlichen Größenordnungen. Allerdings sollte das Dach, auf dem die Anlage montiert wird eine Südausrichtung haben. Ist dies der Fall, so könnte man die gesamte Dachfläche mit Solarzellen belegen

Die Technik 

Die Anlage besteht aus drei Grundbausteinen: Den Solarzellen auf dem Dach, die eine Umwandlung der Sonnenergie in Strom ermöglichen, einem Wechselrichter, der aus Gleichstrom Wechselstrom erzeugt und einen zusätzlichen Zähler, der die Einspeisung des Stroms in das ESWE Netz misst. Linke Hälfte der Photovoltaik

Die Solarzellen sind In Module mit einer Fläche von ca. 1,8 Quadratmeter zusammengefasst. Sie werden in Metallgestellen auf das Dach montiert. Die Montage geschieht von außen, die Dachziegel müssen an einigen Stellen nur angehoben aber nicht vollständig entfernt werden. Ein Modul produziert bis zu 180 Watt pro Stunde bei einer maximalen Spannung von 40 Volt.

Der Wechselrichter sollte optimal, das heißt, mit maximalen Wirkungsgrad arbeiten. Er muss also je nach Solaranlage und Höhe und Anzahl der Leitungen des Eingangsstrom ausgewählt werden. Der von der Solaranlage erzeugte Gleichstrom verlässt den Wechselrichter als "normaler" Wechselstrom .

Der produzierte Strom wird über einen eigens dafür gesetzten Zähler in das Netz eingespeist und gemessen.

Die Wirtschaftlichkeit

Die Vergütung für eine KW/h durch ESWE beträgt derzeit 54,5 Cent, ist wesentlich höher als das Kilowatt Verbrauch kostet. Der Vertrag mit ESWE wird mit einer Laufzeit von 20 Jahren geschlossen. Man könnte versucht sein, daraus ein Geschäft zu machen und alle verfügbaren Flächen zu nutzen. Eine Anlage mit einer maximalen Leistung von 2,5 kW/h bedeutet eine Investition von ca. 14.000 EUR. Die Erträge liegen im Jahresmittel bei etwa 2500 kW/h, so dass mit einem Betrag von etwas mehr als 1.500 EUR pro Jahr zu rechnen ist. Der Rückfluss der Investitionsmittel wird also nach ca. neun Jahren erwartet.